Kassel, wieder auf Kurs – Kommunalwahl am 15. März 2026

Am 06. Dezember 2025 hat die SPD Kassel ihr Programm für die Kommunalwahl 2026 beschlossen.
Für Kassel – unsere Stadt mit großem Potenzial – lebendig, vielfältig und reich an Menschen, die anpacken.
Eine Stadt, die immer in Bewegung bleibt und sich mutig den Herausforderungen der Zukunft stellt.
Eine Stadt, die aber auch noch besser werden kann: sozialer, gerechter, gesünder und moderner.

Dafür kämpfen wir um eine breite politische Mehrheit. Lernen Sie jetzt unser Programm kennen.

„Kumulieren und Panaschieren“ – Sie haben die Wahl!

In Gemeinden und Landkreisen sind die Kandidierenden häufig in der Wählerschaft bekannt und so möchte man zuweilen Personen unterstützen, die man für geeignet hält, auch wenn sie nicht für die ansonsten bevorzugte Partei antreten. Oder man möchte, dass innerhalb der persönlich bevorzugten Liste eine/r oder mehrerer der Kandidierenden auf dieser Liste „nach oben“ rücken.

Hierfür hat der Hessische Gesetzgeber mit den Kommunalwahlen 2001 zusätzlich zum „Listenkreuz“ die Möglichkeit geschaffen, die eigene Stimmabgabe durch Kumulieren und / oder Panaschieren sehr individuell zu gestalten und Schwerpunkte zu setzen.

Konkret:
Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung („Stadtparlament“) hat insgesamt 71 Mitglieder. Man kann deshalb bei der Wahl zur „Stavo“ maximal 71 Stimmen vergeben. Hierbei kann ein Kandidat/eine Kandidatin bis zu drei Stimmen (Kreuze) bekommen. – Dieses Anhäufen nennt man „kumulieren“.

Außerdem kann man auch Kandidatinnen und Kandidaten verschiedener Parteien (Listen) wählen – also „panaschieren“.

Wenn man zunächst einzelne Kandidaten oder Kandidatinnen ausgewählt hat, die man unterstützen möchte und danach von den 71 Stimmen noch Stimmen übrig hat, kann man sodann ein Kreuz über einer der Listen machen. Durch dieses „Listenkreuz“ werden die noch verbleibenden Stimmen bei der Auszählung “automatisch” (also ohne dass man weitere einzelne Kreuze machen muss) von oben nach unten auf dieser Liste den dortigen Kandidaten zugeordnet.

Auf dieser Liste, die man für die Vergabe der restlichen Stimmen angekreuzt hat, kann man auch Kandidaten streichen. Diese Kandidaten werden dann bei der „automatischen“ Vergabe der restlichen Stimmen übersprungen.

Ein Beispiel:
Es werden zunächst vier Kandidierende unterschiedlicher Listen gewählt (= Panaschieren). Alle vier bekommen in unserem Beispiel die (maximal möglichen) 3 Stimmen (= Kumulieren). Damit sind 12 Stimmen vergeben und 59 der maximal zulässigen 71 Stimmen also noch nicht vergeben. Wird nun eine der Listen oben angekreuzt, werden diese 59 restlichen Stimmen dieser Liste „automatisch“ von oben nach unten zugeordnet (man braucht also diese 59 Kreuze nicht einzeln zu machen – das „Listenkreuz“ reicht).

Die Stimmen auf dem Stimmzettel zur Ortsbeiratswahl werden nach den gleichen Regeln vergeben: Man hat so viele Stimmen wie der Ortsbeirat Mitglieder (Sitze). Für den Ortsbeirat Bad Wilhelmshöhe sind es 11 Stimmen. Auch hier kann man also kumulieren und panaschieren oder – wie früher – ohne individuelle Auswahl ein Listenkreuz setzen.

Häufige Fragen:

  • Ist eine Stimme verloren, wenn ich einen Kandidaten auf den hinteren (weniger aussichtsreichen) Plätzen einer Liste ankreuze? Nein! Diese Stimmen zählen in jedem Fall zugunsten der Gesamtliste der jeweiligen Fraktion in der künftigen Stavo (oder dem Ortsbeirat). Allerdings wird die Reihenfolge innerhalb der Liste beeinflusst, indem die jeweilige Person auf der Liste ihrer Partei nach oben rückt.
    Wann wird ein Stimmzettel ungültig? Wenn mehr als zwei „Listenkreuze“ vergeben werden oder wenn – bei Einzelwahl – mehr als 71 Stimmen (beim Ortsbeirat: mehr als 11 Stimmen) vergeben werden.
  • Muss ich überhaupt einzelne Stimmen vergeben? Nein. Wie in früheren Jahren kreuzt man lediglich das „Listenkreuz“ über jener Liste an, deren Kandidierenden man in unveränderter Reihenfolge unterstützen möchte.
  • Wo gibt es weitere Informationen? Im Internet durch die Hessische Landesreierung:

www.wahlen.hessen.de/kommunalwahlen/allgemeine-kommunalwahlen/wahlsystem

Ein Tipp: Wer per Briefwahl abstimmt, hat mehr Zeit zur Stimmabgabe.

Wolfgang Schwerdtfeger